Großkonzerne bauen 2017 insgesamt 53.300 Stellen ab

Was für ein Geschenk! Das schob und schiebt viele unzufriedene und technisch versierte Menschen aus allen Teilbereichen in die “system has failed”-Bewegung, um all die Systeminhumanitäten abzuschaffen, die uns zu schaffen machen! Merci!

“Die Gründe für den Jobabbau:

  • Ein Elektroauto besteht aus deutlich weniger Teilen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Deshalb werden die Autohersteller künftig tausende Mitarbeiter nicht mehr benötigen. Das betrifft auch die Zulieferer.
  • In die Filialen der Banken gehen immer weniger Kunden, weil sie Onlinebanking nutzen. Die Institute müssen sich darauf einstellen und entsprechend umstrukturieren. Gleichzeitig werden im Bereich Fintech und Digitalisierung neue Stellen geschaffen.
  • Energiekonzerne können aufgrund der gesunkenen Strompreise an der Strombörse einige Kraftwerke nicht mehr rentabel betreiben. Um die Kosten zu senken, trenne sie sich von Mitarbeitern.

Air Berlin: 1200 Stellen

  • 500 Jobs entfallen allein in der Techniksparte. Die Wartungsstandorte in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Frankfurt am Main sollen geschlossen werden.
  • Betriebsbedingte Kündigungen schließt Air Berlin nicht aus.
  • In Zukunft will die Fluggesellschaft nur noch die Hälfte ihrer Flotte betreiben und die andere Hälfte vermieten. Dafür steht sie mit Lufthansa  und Tui Fly in Verhandlungen.
  • Die Fusion soll im Sommer 2017 beginnen.

Boehringer: Bis zu 900 Stellen

  • In Deutschland betrifft es vor allem den Standort Ingelheim, zu einem kleinen Teil auch die Sitze in Biberach und Dortmund.
  • Mitarbeiter in Biberach können wahrscheinlich in der biopharmazeutischen Herstellung unterkommen.

Bosch: 760 Stellen

  • Die Stellen entfallen in der Produktion von Lenktechnik am Standort Schwäbisch Gmünd. Dort arbeiten derzeit noch 5500 Menschen.
  • Der Stellenabbau wird bis 2020 gestreckt. Bis dahin laufen zum einen befristete Verträge aus, aber auch die Stammbelegschaft ist betroffen.

Commerzbank: 9600 Stellen

  • Es trifft ausschließlich Stellen in Deutschland.
  • Der Abbau dauert bis 2020.
  • Gleichzeitig will die Commerzbank  2300 neue Arbeitsplätze schaffen, vor allem im Digitalbereich.

Deutsche Bahn Cargo: 3000 Stellen

  • Bundesweit soll fast jeder fünfte Job entfallen.
  • Der Abbau beginnt 2017.
  • Nachdem Mitarbeiter und Betriebsrat gegen den radikalen Stellenabbau protestiert haben, kündigte das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn an, Alternativvorschläge einzubeziehen.

Deutsche Bank: 4000 Stellen

  • 2500 Arbeitsplätze entfallen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Gespart wird auch in der Vermögensverwaltung und im Risikomanagement der Deutschen Bank . In der Verwaltung für das operative Geschäft fallen 450 Jobs weg. Die restlichen Arbeitsplätze werden in der Personal- und der Kommunikationsabteilung, im Kapitalmarktgeschäft und in der volkswirtschaftlichen Abteilung DB Research gestrichen.
  • Der Stellenabbau soll bereits 2018 abgeschlossen sein.
  • Zwar soll der Abbau so sozialverträglich wie möglich ablaufen, betriebsbedingte Kündigungen werden aber nicht ausgeschlossen.

General Electric: 1700 Stellen

  • Fast die komplette Mannheimer Fertigung mit 1062 Stellen wird geschlossen. Betroffen sind auch die Standorte Stuttgart und Bexbach.
  • Viele Mitarbeiter haben sich zu e6600+iner Altersteilzeit-Lösung bereit erklärt, General Electric  will aber trotzdem bei seinen Plänen bleiben.

Leoni: 70 Stellen

  • Betroffen ist vor allem das Leoni -Werk Kitzingen.
  • Der Autozulieferer plant den Abbau der Jobs noch in 2017

Linde: Bis zu 4000 Stellen

  • Linde  prüft derzeit noch, wie viele Stellen an den verschiedenen deutschen Standorten genau abgebaut werden.
  • Allein der Standort Dresdner Werk könnte 500 Arbeitsplätze verlieren.
  • Der Abbau beginnt 2017, spätestens 2018.

MAN Diesel und Turbo: 1000 Stellen

  • Es trifft vor allem die MAN -Standorte Hamburg, Berlin (300 Mitarbeiter) und Augsburg (140 Mitarbeiter).
  • Der Abbau soll sozialverträglich gestaltet werden.

RWE: 1600 Stellen

  • Betroffen ist der Braunkohletagebau in Garzweiler, Hambach und Inden.
  • Der Stellenabbau bei RWE  soll bis 2020 abgeschlossen sein.

Schaeffler: 770 Stellen

  • Schaeffler streicht in der schwächelnden Industriesparte erneut 500 Jobs, vor allem Verwaltungsfunktionen in europäischen und amerikanischen Werken.
  • 270 Mitarbeiter müssen in Elfershausen, wo Schaeffler  Wälzlager herstellt, um ihre Arbeit bangen. Die beiden Werke in Schweinfurt und Eltmann (Landkreis Haßberge) sind bislang nicht von den Kürzungen betroffen.

Siemens: 1700 Stellen

  • Betroffen ist die Antriebssparte an den Standorten Nürnberg (590 Jobs), Ruhstorf (600), Bad Neustadt/Saale (330) und in Erlangen (160).
  • Die Umsetzung dauert bis September 2020.
  • Siemens  versucht die betroffenen Mitarbeiter in andere Abteilungen zu verlegen. Außerdem plant das Unternehmen Abfindungen, Altersteilzeit oder den Übergang in Auffanggesellschaften.

Uniper: Stellenabbau in nennenswerter Größe

  • Die Eon -Tochter Uniper plant ebenfalls einen großen Stellenabbau. Wie viele der 5000 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen werden, ist noch nicht bekannt.
  • Der Energieversorger hat außerdem angekündigt, die Löhne und Gehälter senken zu wollen.

Volkswagen: 23.000 Stellen

  • Welche Standorte es in Deutschland wie in welchem Umfang betrifft, ist noch nicht bekannt. Weltweit streicht VW  sogar 30.000 Jobs.
  • Der Stellenabbau wird sich bis 2020 hinziehen.
  • Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, etwa über Altersteilzeit.
  • Gleichzeitig will VW im Zuge seiner Elektroauto-Offensive 9000 neue Stellen schaffen.”