Precht: “eine intelligente Zukunftsvision”

Richard David Precht über Parteien, Digitalisierung der Arbeitswelt, Grundeinkommen und eine intelligente Utopie. Die nächsten Jahre werden schwierig, so Prechts Prognose, der glaubt, dass die digitale Revolution die Gesellschaft erst einmal negativ verändern wird. Grundsätzlich könnte mit ihr aber ein Menschheitstraum wahr werden: “Die Befreiung des Menschen von der entfremdeten Arbeit. Das ist ein alter Menschheitstraum, eine positive Utopie: Arbeit als das zu definieren, worin Sie selber vorkommen und nicht als das, wofür Sie Geld kriegen.”

Der Umgang der Politik mit dem Thema heute von Donald Trump bis Martin Schulz sei allerdings völlig unangemessen, so Precht: “Wir versuchen im Moment, den Arbeitsmarkt von gestern mit einem Mindestlohn zu stabilisieren.”

“Wir alle wissen, dass wir einen Umbau der Arbeitsgesellschaft brauchen und eine Entkoppelung der sozialen Sicherungssysteme vom Faktor Arbeit. Wir alle denken über Grundeinkommen und Bürgergeld nach, aber keine Partei traut sich, das vorzuschlagen.”